|
Allgemeine Beschreibung der
Sibirischen Katze
Die
Sibirische Katze, eine Halblanghaarkatze, gehört zu der
Familie der Waldkatzenrassen. Die bekanntesten Vertreter
dieser Rassen sind die Norwegische Waldkatze, die Maine Coon
und auch die Türkisch Angora, die schon seit langer Zeit gezüchtet werden.
Die
majestätische Sibirerin ist eine große, kräftig gebaute
Katze mit einer sehr starken Hinterhand. Sie ist erst mit 5
Jahren vollständig entwickelt. Ihre dicken abgerundeten
Pfoten würden so manchen Boxer stolz machen, ihr dickes,
festes Fell lädt zum Kuscheln ein und mit ihrem einnehmendes
Wesen, ihrem Charme und Temperament umgarnt sie uns, so dass
wir uns ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen können |
|
Geschichte
Die
Sibirische Katze gibt es schon seit sehr langer Zeit, einige
sagen seit Jahrhunderten, aber leider ist es schwierig
schriftliche Informationen in Russland zu finden.
In den
1870er Jahren erschienen sie in der ersten Katzenausstellung
in England, auch findet sich ein Verweis auf sibirische Katzen
in einer Show 1884 im Madison Square Garden. Sie wurden in
verschiedenen Büchern im Jahr 1889 (Harrison Weir: Our Cats) und 1898
(John Jennings: Domestic Fancy Cats) zusammen mit dem ersten
Fotos eines Buches im Jahre 1900 (Helen Winslow: Concerning
Cats) erwähnt. Im deutschsprachigen Raum wird die Sibirische
Katze erstmals in der Illustrierten Zeitung vom April 1895
erwähnt, wonach ein blau-graues Sibirisches Katzenpärchen im
Zoo von Dresden gelebt hat. In Brehms Tierleben (1915) wird eine
rote „Tobolsker“ Katze beschrieben, die von Mönchen
gezüchtet worden sein soll.
Bis in
Russland die planmäßige Zucht in den Siebziger Jahren begann
gibt es kaum weiter dokumentierte Informationen. Anfang der
1980er Jahre wurden die ersten Aufzeichnungen der Zucht
festgehalten und der Kotofei Cat Club in Moskau legte den
ersten Standard fest. Er verwendete dafür zwei Katzen als
Modell:
MARS blue-tabby point / white Kater
ROMAN
black-tabby / white Kater
1987 kamen
die ersten Sibirischen Katzen mit Aussiedlern nach
Deutschland und begannen hier nach der Öffnung der Grenze
ihren Siegeszug in Westdeutschland und dem Rest der Welt.
Die 4
verschiedenen Dachverbände, WCF, FiFé, TICA und CFA,
erkannten die Sibirischen Katze als Rassekatze an und
erstellten jeweils einen eigenen Standard:
|
|
Charakter/Wesen
Die Sibirer
sind sehr unkompliziert und können sowohl mit Artgenossen
jeglicher Rasse, als auch anderen Tieren vergesellschaftet
werden, solange sie nicht kleiner sind als Zwerghasen.
Sie nutzen
ihre Intelligenz um alle Arten von Problemen zu lösen, sei
es jetzt nur die Wurst vom Brot des Menschen zu klauen oder
ob man ohne viel Kraftaufwand die Türe öffnen kann oder das
geliebte Spielzeug, das der Mensch versteckt hat, wieder
hervorzuholen. Bei den meisten fällt nicht ein Blumenstock
vom Fensterbrett, egal wie eng es ist - naja, es gibt immer
Ausnahmen von der Regel.
>Ihren
Menschen liebt sie heiß und innig - manchmal ist sie so
anhänglich wie ein Hund und kommentiert gerne mit zarter
Stimme ihr Tun. Am schönsten ist es, wenn man sich am Abend
auf das Sofa setzt und sie sich schnurrend neben einen
niederlässt. Die Stimmlage ist von einem tiefen Basston beim
Schnurren bis zu einem leisen Zirpen, mit dem sie Sie gerne
begrüßt |
|
Fell/Fellpflege
Die Sibirer
besitzen ein dichtes festes Fell, dass sie vor kalten
Wintern schützen soll und gewöhnlich nicht filzt. Im Sommer
wird der „Pelzmantel“ ausgezogen, d.h. sie verlieren
im Frühjahr ihre Unterwolle.
Als echte
Naturburschen ist das tägliche Kämmen nicht nötig, sie
pflegen ihr Fell weitgehend selbst und es reicht, wenn man einmal in der
Woche zur Bürste oder Kamm greift. Man sollte die Katzen schon von
klein auf an das Bürsten gewöhnen, und es wird dann auch als
zusätzliche Streicheleinheit gerne angenommen. Während der Übergangszeit im Frühjahr und
Herbst sollte die Fellpflege etwas intensiviert werden, damit es
nicht zu unnötigen Verknoten der toten Haare kommt.
Das Thema
„Badewanne“, ist nur dann wichtig, wenn die Katze sich
furchtbar verschmutzt hat und die Säuberung alleine nicht
mehr schafft.
|
|
|